Wir bedanken uns bei Helga Weinmann-Adam und Gerhard Adam für diesen tollen Bericht über ihre Reise in das Mahabodhi-Zentrum in diesem Jahr. Vielen Dank, dass wir diesen tollen Bericht auf unserer Webseite veröffentlichen dürfen. Kontaktdaten, sowie Kontodaten für Spenden, finden Sie unter dem Artikel oder direkt auf ihrer Webseite unter www.buddha-haus.de. Viel Spaß mit dem Bericht.


Bericht über unseren Aufenthalt im Mahabodhi-Zentrum 2015

Güte in den Worten erzeugt Vertrauen, Güte beim Denken erzeugt Tiefe, Güte beim Verschenken erzeugt Liebe.

Liebe Paten und Freunde von Mahabodhi in Ladakh,

unser herzlichstes DANKESCHÖN an alle Paten und Unterstützer soll an erster Stelle stehen, denn Eure Unterstützung als Paten und Spender verändert ein stückweit auch die Welt der Kinder und der Bewohner des Altenheimes.  Eure Verbundenheit mit den Menschen in Ladakh ermöglicht ihnen eine hoffnungsvolle Zukunft und dafür danken Euch Bhante Sanghasena, alle Kinder, deren Familien, die Bewohner des Altenheimes und wir  von ganzem Herzen.

Seit 14 Jahren kommen wir nun regelmäßig nach Ladakh und bei allen unseren Besuchen, war auch in diesem Jahr der Empfang im Mahabodhi-Zentrum  wie immer herzlich und berührend – und das schönste Geschenk erhielten gleich am Anfang:  Das Lächeln der Kinder.

Eine Reise nach Indien ist immer wieder für eine Überraschung gut, es kommt eben oft anders als man denkt – der Termin für die Sommerferien wurde vom „Goverment“ kurzfristig geändert und somit mussten auch wir unsere Besuchspläne für die Schulen in Bodhkharbu und Tingmosgang ändern, um die Kinder dort noch vor den Sommerferien anzutreffen.

Tingmosgang und Bodhkharbu

Tingmosgang:

Die seit 1999 bestehende Schule in Tingmosgang wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich ausgebaut, momentan werden 120 Schüler von 11 Lehrkräften bis zum Abschluss der 8. Klasse betreut.

Ganz besonders freut es uns, das Mr. Chito der  vorher einige Jahre Vizerektor der Residential-School im Mahabodhi-Zentrum war, nun Rektor der Schule in Tingmosgang ist.  Die Zusammenarbeit mit Mrs. Tsewang Dolma, der Rektorin der Residential-School  ist sehr gut – Lehrpläne und Unterrichtsmethoden werden in regelmäßigen Treffen miteinander abgesprochen, so dass bei dem notwendigen Schulwechsel nach der 8. Klasse in die Residential-School des Zentrums, die Schüler aus den Dorfschulen nahtlos in die Residential-School des Zentrums wechseln können.

Auch das seit mehreren Jahren angebotene „Lunchprogramm“  der Schule ist für Schüler und besonders auch für deren Familien eine große Unterstützung .  Die Eltern der Kinder danken Euch herzlichst für diese durch Eure Spenden möglich gewordene Schulspeisung.

Das kleine Hostel für Schüler aus weiter entfernt gelegenen Ansiedlungen, wie z.B. aus der Ortschaft Ney, ist mit seinen hellen und freundlichen Zimmern eine zweite Heimat für diese Schüler geworden. Ein Koch und zwei Betreuerinnen sorgen für das Wohl der Kinder.

  • Einer der Schulbusse ist durch einen technischen Defekt dieses Jahr komplett ausgebrannt – ein großer Verlust und eine erhebliche zusätzliche finanzielle Belastung. Denn um die Schüler auch weiterhin zur Schule und wieder nachhause bringen zu können, musste dafür ein Bus angemietet werden.

Für die Schule in Tingmosgang wird es also vorrangig sein, die Mittel für einen neuen Schulbus aufzubringen,  die Kosten für einen neuen Bus liegen bei ca. 18.000,–€.

Bodhkharbu:

Wie in Tingmosgang, so wurden wir auch in der Schule von Bodhkharbu aufs herzlichste von den Schülern und deren Eltern empfangen.  Die Entwicklung der Schule in Bodhkharbu haben  wir  von der Grundsteinlegung an bis heute miterlebt. Vielleicht ist es von hier aus kaum vorstellbar, welches großes Engagement es braucht um eine Schule in einer so abgelegenen Region wie Bodhkharbu zu gründen und kontinuierlich auszubauen. Wie groß die Dankbarkeit der Bewohner des Tales ist zeigte sich auch darin, dass bei unserem Empfang der „Goba“ (Dorfvorsteher) und das ganze Schulkomitee  gekommen ist und sich im Namen der Bewohner  von Bodhkharbu für die großartige Unterstützung derSchule zu bedanken – und gerne leiten wir diesen innigen Dank an Euch weiter.

Denn gerade für eine Region wie Bodhkharbu ist es äußerst wichtig eine gute Bildungseinrichtung zu haben, nur so ist es den Kindern möglich, eine gute Schule besuchen zu können ohne ihre Familien verlassen zu müssen.

Während unserer Zeit in Bodhkharbu haben wir auch eine Gruppe junger Studenten getroffen – einige der Studentinnen kommen aus Bodhkharbu und waren Schüler der Mahabodhi-Schulen und studieren jetzt an verschiedenen Hochschulen außerhalb Ladakhs – mit ihrer Initiative möchten sie ganz besonders den Schülern und Eltern in Bodhkharbu  die Wichtigkeit einer guten Schulbildung darlegen.  Die Studenten haben sich aus eigener Erfahrung zu dieser Initiative entschlossen – und dass  die Studenten an ihre ehemaligen Schulen zurückkehren, um von Ihren Erfahrungen zu berichten, zeugt auch von der Verbundenheit und Dankbarkeit gegenüber Mahabodhi und den Lehrern.

Nicht allzu oft kommt Besuch nach Bodhkharbu, der mehrere Tage bleibt.  Während unserer Zeit in Bodhkharbu wohnten wir bei einer Familie in Yokma, einem kleinen Dorf in einem Seitental gelegen.

Es war gut, dass wir uns diese Zeit genommen haben, denn so hatten wir genügend Zeit für Gespräche mit den Verantwortlichen der Schule und den Lehrern.

Bei unserer Gastfamilie konnten wir auch einen guten Einblick in das Alltagsleben gewinnen – für uns ist es immer wieder eine wunderschöne Erfahrung, die Gastfreundschaft in den Familien zu erleben. Zu jedem Frühstück und Abendessen kamen noch Nachbarn, Verwandte und Freunde der Familie hinzu und es wurde dann besprochen was uns noch alles gezeigt werden solle – wir sind in noch höher gelegene und weiter abgelegene Ortschaften gewandert – und wir konnten uns ein Bild davon machen, was es bedeutet – dort zu leben.

Das Kloster nahe der kleinen Ortschaft Phoo – nicht so prächtig wie Hemis oder Thikse – aber atmosphärisch einmalig – nur von wenigen Touristen wird dieses Kloster besucht – für uns war es daher eine einmalige Gelegenheit, diese ursprüngliche Atmosphäre zu erleben.

Einen Tag vor unserer Abreise kamen noch zwei Nonnen aus dem nahegelegenen Nonnenkloster in Bodhkharbu vorbei  und haben erzählt, dass sie  im Kloster  erfahren haben, dass wir wieder in Bodhkharbu sind und sie haben daher beschlossen  uns  zur Abschluss-Puja ihres mehrwöchigen Retreats einzuladen. Keine Frage für uns – wir sagten zu und es war auch dies ein Erlebnis, dass noch sehr lange in uns nachwirken wird – alleine schon die Stimmung einer solchen Puja zu erleben war ein Geschenk – und vielleicht einmalig – die Frauen aus Bodhkharbu und die Nonnen tanzten zum Absschluß des Retreats  gemeinsam traditionellen Tänze auf dem Vorplatz der Gompa.

Als Abschiedsgeschenk übereichte uns die Äbtissin dann noch eine kleine Schale mit dem“Sand“ des Mandalas, das sie während des Retreats erstellten.

Aus der Schule gibt es ja aber auch noch einiges zu berichten – das neue „Computer-Klassenzimmer“ konnte eingeweiht und in Betrieb genommen werden und wir haben natürlich auch sehr intensive Gespräche über das was noch benötigt wird geführt.

  • Das Hostel der Bodhkharbu-Schule muss renoviert werden, da von der Bergseite Feuchtigkeit in das Gebäude eindringt.
  • Für den Gemeinschaftsraum des Hostels wird ein Teppich – oder Holzboden benötigt.
  • Gemauerte Regale für den Vorratsraum des Hostels werden gebraucht.
  • Ein Dieselgenerator im Hostel ist ebenfalls notwendig, da es immer wieder zu längeren Stromausfällen kommt.
  • Auch in der Schule selbst sind Renovierungsarbeiten in den Klassenzimmern notwendig, Regale für die Bücherei, Wohnraum für Lehrer und Betreuer, sowie ein Umfassungsmauer oder Zaun um das Schulgelände stehen auf der Wunschliste.

Eine Umfassungsmauer oder Zaun ???? – wir haben natürlich nachgefragtt warum – Der Schulleiter erklärte uns, dass oft verwilderte Hunde  bis an die Schule kommen und ein Zaun oder Mauer für die Sicherheit der Kinder wichtig sei.

Der Abschied aus Bodhkharbu ist uns nicht leicht gefallen – die Herzlichkeit und innige Dankbarkeit hat uns sehr stark berührt.

Auf dem Rückweg in das Mahabodhi-Zentrum haben wir eigentlich noch vorgehabt die Ortschaft Hinaskut zu besuchen – aus diesem Dorf kommen ebenfalls einige Schüler der Bodhkharbu-Schule. Doch Erdrutsche, verursacht durch heftige Regenfälle haben die Straße nach Hinaskut unpassierbar gemacht.

Zurück im Mahabodhi-Zentrum:

„Warum wohnt ihr nicht wie sonst immer bei uns ???“ , war die erste Frage der Mädchen aus dem Girls-Hostel.

Nach unserer Ankunft in Ladakh hatten wir zuerst Quartier im „Guest-House“ des Zentrums bezogen. – also sind wir der Bitte und Einladung nachgekommen und sind in „unser“ Zimmer ins Girls-Hostel umgezogen.

Wenige Tage nach unserem „Umzug“ hat uns in der Nacht heftigstes Gewitter aus dem Schlaf gerissen – nicht nur wir sind wach geworden – die Kinder haben sich auf den Gängen versammelt und uns mit besorgten Gesichtern mitgeteilt – „2010 hat es auch so angefangen“ – (2010 war die verheerende Flutkatastrophe in Ladakh.) Kurz nach Mitternacht kam ein Anruf aus Saboo, dem Dorf oberhalb des Zentrums, dass noch in der Nacht mit Erdrutschen zu rechnen sei – Mrs. Sonam die Betreuerin und die Mitarbeiter von Mahabodhi haben daraufhin beschlossen das Girls-Hostel sofort zu evakuieren und alle in dem etwas höher gelegenen Veranstaltungsraum der Schule unterzubringen. Wir waren erstaunt, mit welcher Ruhe und Umsicht sich die Kinder organisiert haben und wie ruhig und bedacht Sonam alles gemanagt hat. Wir sind gut und sicher angekommen und schon nach wenigen Minuten und mit der Gewissheit jetzt in Sicherzeit zu sein hat sich ein jeder seinen Schlafplatz gesucht – die Nacht war unruhig – Sturm, Gewitter und Starkregen – doch zum großen Glück sind die befürchteten Erdrutsche ausgebliegen.

Die Schäden verursacht durch den starken Regen waren dennoch nicht zu übersehen – in fast alle Unterkünfte ist Wasser eingedrungen – letztes Jahr renoviertes war dahin. Teilweise wurde auch die Straße im Zentrum unterspült.

Noch zweimal musste das Mädcheninternat nachts  evakuiert werden – für uns war es wichtig in solch schwierigen Situationen bei den Kindern zu sein.

Mit Bhante Sanghasena und dem Team haben wir sehr ausführlich über die Folgen solcher Starkregen gesprochen – ob diese für Ladakh sehr ungewöhnlichen starken Regenfälle Auswirkungen des globalen Klimawandels sind vermögen wir nicht zu beurteilen. Doch wir befürchten, dass sich solche Ereignisse wiederholen werden und von daher muss dringend daran gedacht werden, die in traditioneller Bauweise erstellten Gebäude zu sichern. Das größte Problem hierbei ist, dass Wasser durch die Dächer in das Mauerwerk (getrocknete Lehmziegel) und in die Räume eindringt.

  • Dringend notwendig wird es sein, diese Gebäude (Internate und Schulen) mit sicheren und kostengünstigen Bedachungen zu schützen.

Das sind natürlich unvorhergesehene Kosten und noch niemand weiß wie dies finanziert werden kann. Doch haben wir  miterlebt wie durch Gemeinschaft und Miteinander auch solche Situationen überstanden werden.

Der Anbau des Girlshostels wurde ebenfalls begonnen, so dass auch hier die Wohnsituation der Kinder weiter verbessert wird.

Die umfassenden Renovierungsarbeiten im Boys-Hostel sind ebenfalls abgeschlossen. Die Räume im Souterrain bekommen dadurch jetzt wesentlich mehr Licht und es kann auch keine Feuchtigkeit mehr in das Gebäude eindringen.

Habt ihr schon das „Maths-Lab, die Bibliothek, den „interactive Classroom“ usw. gesehen?? Mrs. Tsewang Dolma der Rektorin der Residential-School des Zentrums war die Freude anzusehen, als sie uns erzählte, dass alle geplanten Projekte umgesetzt werden konnten.

Das Maths-Lab ist ein völlig neu gestalteter Unterrichtsraum in dem die Schüler auf „spielerische“ Art  und Weise die Kunst der Mathematik erlernen. Aber nicht nur über die neu ausgestatten Klassenzimmer und über neues Lehrmaterial war die Freude der Lehrer und Schüler groß. Mrs. Tewang Dolma erzählte uns auch, dass sie  Anregungen von Volunteers aufnimmt und umsetzt, aber und das halten wir für sehr wichtig – nicht über die Köpfe der Lehrer und Schüler per Anordnung hinweg . Ihr ist es wichtig in Gesprächen zu überzeugen und die Lehrer sollen die neuen Konzepte erst dann umsetzen, wenn diese von ihnen verstanden und mitgetragen werden wie z.B. Änderung in der Sitzordnung in den Klassenzimmern .

Wir haben großen Respekt für das gefühlvolle Vorgehen und sind dankbar in Mrs. Tsewang Dolma eine Rektorin an der Schule zu wissen, die mit der Schule einen Ort schaffen möchte an dem sowohl das Lehren als auch das Lernen Freude bereitet.

Auszeichnungen für die Schule sind ein Beleg für die erfolgreiche Arbeit, wenn wir auch die Auszeichnung für den „Arts-and Craftsroom“  mit gemischten Gefühlen betrachten – es ist an indischen Schulen nicht selbstverständlich, dass es für die Kinder Möglichkeiten gibt eigenständig kreativ zu arbeiten – dass dies an der Mahabodhi-Schule möglich ist, hat wohl auch Mitarbeiter der Disney-Stiftung überzeugt und daher hat  die Disney-Stiftung die Neuausstattung des Arts-and Craftrooms übernommen – die Neuausstattung ist sehr „amerikanisch“ ausgefallen, aber uns freut es dennoch riesig – dass die Arbeit an der Schule von vielen Seiten Wertschätzung erhält.

Ein ganz tolles Projekt wurde an der Mahabodhi-Schule etabliert „E-base“. Finanziert durch die Woodland-Stiftung und gleitet von indischen Volunteers, wird in diesem Projekt  schwerpunktmäßig Umweltschutz unterrichtet. Mrs. Aarti die währen unserer Zeit bei Mahabodhi dort unterrichtete, sagte uns, dass sie sich unwahrscheinlich freut hier unterrichten zu dürfen, obwohl sie schon an mehreren Schulen in Indien und im Ausland arbeitete, hat sie an der Mahabodhi-Residential-School die Offenheit  und die Lernfreude der Schüler vom ersten Tag an begeistert.

Die Mahabodhi-Schule gehört mit zu den ersten Schulen in Indien, die durch die Woodland-Stiftung diese Einrichtung erhalten  hat.

Zusammen mit Mrs. Payal Bansal hat Mrs. Tsewang Dolma das Konzept eines Schulgartens entworfen – auch dies ein einzigartiges Projekt – die Umsetzung geht sicherlich nicht von heute auf morgen, da durch die starken Unwetter viele Bauarbeiter kurzfristig für Straßenbau etc. eingesetzt werden müssen.

Die Pläne für den Bau einer Mensa an der Schule sind fertig, durch eine großzügige Spende kann hoffentlich noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden.

Renovierung der Klassenzimmer, Neugestaltung des Sportplatzes werden ebenfalls umgesetzt – vieles ist getan worden und dennoch ist die Liste dessen was noch gemacht werden soll lang.

  • Ein Lehrerzimmer zur Unterrichtsvorbereitung für die Lehrer
  • neue Schulbänke
  • weitere dringende Renovierung von Klassenzimmer
  • Chemie – und Physikunterrichtsraum
  • Ein Dienstauto für die gemeinsame Nutzung mit dem Altenheim
  • Unterrichtsmaterialien usw.

Die „Wish-list“ ist lang und doch ist jeder einzelne Punkt wichtig und in vielen Gesprächen mit Mrs. Tsewang Dolma und Bhante Sanghasena konnten wir uns davon überzeugen, dass sich der Bedarf an den Bedürfnissen der Lehrer und Schüler orientiert.

„Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen“

Mit zwei Schülerinnen haben wir geplant, eine Trekking-Tour nach Lingshed ihrem Heimatdorf zu unternehmen (beide hatten 3 Jahr lang nicht die Möglichkeit nachhause zu kommen). Die beiden Mädchen wollten die Ponys besorgen, den Trekk organisieren und auch unsere „Guides“ sein.

Es wäre dies bestimmt ein einmaliges Erlebnis geworden, doch leider hat das Wetter nicht mitgespielt – aus Lingshed kam der Anruf der Eltern, dass starke Regenfälle Erdrutsche verursacht hätten und der Trekk zu gefährlich sei.

Versprochen hatten wir, zusammen mit ihnen eine Tour zu unternehmen und so haben wir dann ihnen überlassen eine „Alternative“ auszuwählen – Ihr großer Wunsch war eine Fahrt zum Pangong-See – . Versprochen ist versprochen und so haben wir mit Ihnen 2 wundervolle Tage am Pangong See verbracht und der Trekk nach Lingshed ist nicht aufgehoben – sondern nur aufgeschoben.

Picknick – es ist schon fast zur Tradition geworden, dass wir während unserer Besuche alle Kinder zu einem Picknick einladen – an einem wunderschönen Tag haben wir uns also mit allen Kindern, Nonnen, Mönchen und den Betreuern zum Picknick-Spot aufgemacht – Schon die Stimmung auf der Hinfahr war fantastisch. Die Köche des Guest-Houses haben dann vor Ort ein wunderbares Mittagessen zubereitet  – Spiele – Tanzen und die ausgelassene Stimmung der Kinder und Betreuer haben diesen Tag zu einem ganz besonderen Erlebnis werden lassen.

„Let´s go“..ebenso wie das Picknick ist ein Ausflug mit den Nonnen auf einen kleinen Berg am Rande des Zentrums zur Tradition geworden – ausgerüstet mit Getränken und Keksen ging´s los. Auch wenn es nur ein kleiner Ausflug ist , ist es jedes Mal wieder ein herrliches Erlebnis und-vom „Gipfel“ aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Zentrum und das Indus-Tal.

„Bitte Lächeln“… Es ist schon eine Herausforderung Fotos von all den Kindern für Ihre Paten zu machen – es ist immer ein Gemeinschaftswerk mit allen Kindern zusammen  und macht unendlich viel Spaß .

Uns ist es sehr wichtig zu erspüren wie sich die Kinder fühlen und durch gemeinsame „Aktionen“, wie spielen, fotografieren und singen sind wir mittendrin und dabei ergeben sich auch viele Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen und wir sind dann nicht nur  Besucher – sondern man gehören einfach dazu und wir können aus diesen Erfahrungen heraus sagen, dass sich die Kinder im Zentrum und der Schule sehr wohl fühlen.

Auch sind einige Kinder während der Ferien im Zentrum geblieben oder vorzeitig aus den Ferien zurück gekommen – auf unsere Frage warum – war die Antwort:“ Hier sind alle unsere Freunde und uns gefällt es hier.“

„Julley und kamzang inle“ sind die häufigsten Worte, die wir bei unseren Besuchen im Altenheim hören. Zusammen mit Mrs. Lhamo haben wir für die Bewohner warme Sachen für den langen und kalten ladakhischen Winter in Leh gekauft.  Mit Worten ist die Dankbarkeit und Freude der „Abile“ und „Memmele“  nur schwer zu beschreiben.

Der solarbeheizte neue Aufenthaltsraum im Altenheim ist fertiggestellt und die Wäscherei kurz vor der Fertigstellung.  Mit dem Neubau eines „Pflegzimmers“ kann ebenfalls begonnen werden, da wir für die ersten Bauabschnitt die notwendigen Mittel bereitstellen konnten – doch werden für den Ausbau und die Ausstattung noch weitere Mittel benötigt.

Verbundenheit  mit Mahabodhi und Dankbarkeit über die Möglichkeit eine gute Ausbildung erhalten zu haben zeigt sich auch darin, dass einige der Schülerinnen, die ihre Ausbildung abgeschlossen  und Arbeit gefunden  haben, ihrerseits wieder Kinder mit einer Patenschaft unterstützen. Ebenso ein Zeichen der Verbundenheit ist es, wenn ältere Schüler, wie z.B. die Jungs aus Jammu während der Semesterferien eine gewisse Zeit im Zentrum mitarbeiten und mithelfen.

Fragen und was tun.. sind die Spenden so eingesetzt worden wie besprochen, welche Schwerpunkte für die nahe und ferne Zukunft sind wichtig?

In vielen und intensiven Gesprächen mit Bhante Sanghasena, den Schulleitern und Betreuern haben wir diese Fragen diskutiert .  Für uns ist bei diesen Gesprächen  von großer Wichtigkeit, dass sich die unterstützen Projekte  am Bedarf der Kinder und Schulen orientieren.

Auch wenn bei dem einen oder anderen Punkt die Meinungen nicht immer gleich sind- so steht doch das gegenseitige Verstehen und Vertrauen bei allen Gesprächen im Vordergrund.

Die Bedarfsliste ist wie immer sehr groß, – ein neuer Schulbus für Tingmosgang, Lehrerzimmer für die Schule des Zentrums, Unterkünfte für Lehrer in Bodhkharbu, Renovierungsarbeiten an den bestehenden Gebäude der Schule und der Internate, Ausstattung  eines Chemie u. Physikklassenzimmers, ein gemeinsames Auto für die Schule und dem Altenheim, Entwicklung und Umsetzung von Umweltprojekten wie Wasser- und Abwassermanagement, neue Dachabdeckungen, Generator für Bodhkharbu  usw.

Wie jedes Mal  haben wir eine lange Liste mit  im Gepäck zurück gebracht – die Gewissheit, dass alle besprochenen und bisher unterstützen Punkte umgesetzt wurden und dass auch die für die Zukunft besprochenen Punkte sich am Bedarf und den Bedürfnissen  der Kinder, Bewohner des Altenheimes orientieren, hat unser Vertrauen wiederum bestärkt, dass Eure Unterstützung durch die Patenschaften und Spenden – den Kindern ein Lächeln schenkt und die Dankbarkeit für diese Verbundenheit von Herzen kommt.

Danken möchten wir auch Bhante Sanghasen, den Lehrern, Betreuern und allen Mitarbeitern bei Mahabodhi für die tolle Arbeit, die sie zum Wohl der Kinder und der Bewohner des Altenheimes leisten.

Wir danken Euch nochmals von ganzem Herzen für Eure Mithilfe Unterstützung und das entgegengebachte Vertrauen. Wenn Ihr weitere Fragen zu den Patenschaften oder der Unterstützung durch Spenden habt, so könnt Ihr Euch jederzeit an uns wenden.

Mit einem herzlichen „Julley“ und „Tashi delek“ wünschen wir Euch alles Liebe und Gute.

Helga Weinmann-Adam                                                                         Gerhard Adam

Kontakt:

Helga Weinmann-Adam, Gerhard Adam, Ottacker 18, D-87477 Sulzberg

E-mail: adamgerhard@t-online.de, Tel.:  08376-8498, Fax: 08376-976431

Website: www.buddha-haus.de   „Hilfsprojekt“

Spendenkonto:

Empfänger: Buddha-Haus e.V.,

IBAN: DE  48 733 200 736 690 346 832

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Hypo-Vereinsbank

Stichwort: Ladakh

Helga Weinmann-Adam und Gerhard Adam berichten über Ladakh

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